Mittwoch, 18. Mai 2011

Tiere, Tiere, Tiere, Tiere...

Inzischen ist es ein bisschen her seit dem letzten Tierpost, drum hatte ich ein bisschen Zeit zum Sammeln und es sind ein paar nette Sachen zusammen gekommen. Ansonsten ist nicht viel passiert, ausser dass wir gestern anlässlich meines Geburtstags in Guayacan waren, um eine explosive Reproduktion von A. spurelli zu sehen, die eigtl. immer zum Vollmond im Mai stattfindet, der zufällig auf meinen Geburtstag gefallen ist. Leider hat es eine Woche vorher so übelst geschüttet, dass die Tiere zu früh dran waren. Naja, wir versuchens im Juli wieder, da hat man auch gute Chancen, ein paar von den Tieren zu sehen. Jetzt zu den Fotos:


Los gehts mit verrückten Raupen. Die sind hier vor kurzem haufenweise geschlüpft und waren im Zimmer, im Bad, in den Schuhen, einfach überall. Zum Glück waren die nicht giftig...


Die war schon giftiger. Wito hat reingefasst und hat ordentlich gebrannt. Irres Vieh.

Das ist eine Larve von einer Fulgoridae, so eine Art Zikade. Das Adulttier schaut dann komplett anders aus, wie...keine Ahnung ;)


Das ist auch so ein "Planthopper", wie die Larve oben.


Eine Membracidae. Ein Insekt mit einer irren Mimikry. Täuscht wohl vor einen fiesen Stachel zu haben und will so Feinde abschrecken.


Eine putzige Mantis, oder Gottesanbeterin. Die schwirren einem immer lustig um den Kopf, solange man das Licht an hat.

Noch eine Mantis.


Jawoll, der erste adulte, voll ausgewachsene Herkuleskäfer, den ich sehe. Ich würde mal auf gute 15cm Körperlänge tippen. Ein riesen Vieh.

Ein mini-Skorpion, Tityus oceleote, gerade mal um die 3cm groß und auch nicht besonders giftig.



Bolitoglossa alvaradoi. Eine der Salamanderarten in Tirimbina. Rare to see, das ist erst meine 2. Art und diese kommt eigtl. selten am Boden sondern höher in den Bäumen vor.



Hier waren wir dann an meinem Geburtstag am Amphibien-Forschungszentrum. Das hier ist ein subadultes Tier, weil es noch den Kaulquappenschwanz hat. Wir dachten erst, es wäre ein Glasfrosch...

...aber dann ist uns noch ein fast ausgewachsenes Tier begegnet und es war Hyloscirtus palmeri, eine Froschart, die nur an 2 kleinen Punkten in CR vorkommt und extremst selten ist. Laut Spezialist eine der seltensten Arten Costa Ricas. War übrigens meine 51. Froschart in Costa Rica. Die 60 könnte ich vielleicht noch schaffen...

Ein putziger Dendrosophus ebraccatus bei der Balz im Teich.




Das war der eigentliche Grund für den Geburtstagstrip: Ein juveniler Agalychnis spurelli. Für einen Ausgewachsenen hat es leider nicht gereicht, aber das nächste Mal dann.



Eine neue Schlangenart für mich: Sibon longifrenis. Die war auch am Froschteich, um Froschlaich zu verputzen, denk ich mal. Eigentlich fressen die Schnecken.



Das ist irre: eine Leptodeira septentrionalis, die gerade eine Ninia sebae verspachtelt. Sehr ungewöhnlich, dass die erstere Art Schlangen frisst...


...und es ist ihr wohl auch nicht so ganz gut bekommen, weil eine Stunde später war nur noch das vollgeschlonzte Opfer zu finden. War übrigens nicht tot, sondern ist etwas angeschlagen davongeschlängelt.



Und wo wir schon bei Schlangen als Prädatoren sind: Hier eine Oxybelis fulgudis, die einen Yigüiro, so eine Art Amsel und Nationalvogel Costa Ricas, verputzt. Kaum zu glauben, dass der da rein passt. Letztes Jahr hab ich eine gefunden, die einen jungen Truthahnvogel gefressen hat und dann dran erstickt ist. Morgen weiss ich vielleicht, wies ausgegangen ist.


Hier der Höhepunkt meiner jungen Fledermausologenkarriere: Ein Centurio senex, die verrückteste und eine der seltensten Fledermäuse hier. Das ist der Traum eines Jeden, der hier mit Fledermäusen arbeitet. Die Natur hat mich dieses Jahr reich zum Geburtstag beschenkt.



War übrigens ein Weibchen. Erst war sie recht grantig, aber dann wollte sie gar nicht wegfliegen. Total putzig...