Samstag, 5. Februar 2011

At work...

Damit nicht alle meinen, ich tingel hier nur im Urwald rum und fotografier lustig durch die Gegend, kommt hier mal ein kurzer Einblick in die Arbeit. Ich mach hier ja momentan Telemetrie mit nem kleinen "Fruchtvampir". Das heisst, ich beserndere Tiere und renn dann mit nem Assistenten und 2 Antennen hinterher und bestimme, wann die Tiere wohin fliegen. Dabei kanns besonders in den ersten Nächten passieren, dass man den Kontakt verliert und man per Zufallsprinzip suchen muss. So gings uns in der ersten Nacht und wir mussten erstmal 3,5h durch das komplette Reserve hier rennen (und ich meine tatsächlich rennen), bis wir wieder Kontakt hatten. Wir beobachten dann entweder von 18:00-24:00 Uhr oder von 23:30-06:00 Uhr. Gestern war eine der Arbeitsnächte bis ins Morgengrauen, echt komisch, da fängt die innere Uhr völlig an zu spinnen...aber was tut man nicht alles für die Wissenschaft ;)



Hier haben wir mein erstes Untersuchungsobjekt: Ein Artibeus watsoni-Männchen. Den hab ich tagsüber samt seinen Mädels aus einem Blattzelt abgefangen.



Erstmal wird er vermessen und gewogen. Körpergewicht ist natürlich wichtig, weil das Tier gut genährt und kräftig sein sollte, wenn wir es besendern. Sonst wär der Sender vielleicht eine zu große Beeinträchtigung beim rum fliegen und das wollen wir den Tierchen ja nicht zumuten.


So sehen die Sender aus, die der Kleine gleich auf den Buckel geklebt bekommt. Sind echte Leichtgewichte, nur 0,6-0,7g.


Aktivieren muss man die Sender mit dem Lötkolben - nix für Grobmotoriker...also im Grunde nicht die adequate Arbeit für mich ;)


Dann wird dem Kerlchen mit der Nagelschere auf ca. 1cm² das Rückenfell entfernt, damit man den Sender auf die Haut kleben kann.


So siehts dann aus, wenn der Sender perfekt sitzt. Der ist gut im dichten Fell versteckt und man sieht eigtl. nur die Antenne.


Dann wird er wieder zu seiner Bude zurückgebracht. Rechts sieht man die Antenne wegstehen. Tagsüber muss ich dann natürlich suchen, wo er über tags hängt, damit wir abends mit den Antennen auch am richtigen Platz stehen, wenn das Tier ausfliegt. Das ist deswegen wichtig, weil die Sender im Wald nur ca. 200m Reichweite haben.


So schaut mein nächtliches Arbeitsgerät aus. Antenne mit Receiver und Kompass, um die Peilungen aufzunehmen.


Das bin ich beim nächtlichen peilen...und ja, ich weiss, ich müsst mich mal wieder rasieren...

4 Kommentare:

  1. BAMBIIIIIIIIIIIII!!!! du alte dschungelsau! lass ma wieder was von dir hoeren :)
    Gruss aus Australien!
    P.S.: Hasch du eigentlich scho mal so a Flederviech gegessen?
    zahner

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  2. Ja Zahner, seids ihr jetzt scho in Auschdralien? Die Flederviecher hier lohnen sich net zum essen, die sin zu klein. Bei euch is des scho ergiebiger. Probier des mal ;)

    Viel Spass und Grüße ans Weibchen!

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  3. loooool! bei uns is des net besser! hier gibts nur kaengeruhs und die sind zu stark mit ihrem grossen schwanz :)
    gruss zurueck von der sina!!!

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  4. Grüße der Herr,

    so als Fan wird man da wirklich neidisch, bald zieht es mich bestimmt auch wieder in den Wald.
    Hau rein und such fleissig weiter.

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